Portrait Heinz Pfister

„Die von Heinz Pfister mit dem Federmesser aus schwarzem Papier geschnittenen Bilder überraschen mit ihrem Witz, ihrem Charme und nicht zuletzt mit ihrer subtil feinfühligen, hintergründigen Erotik.“
Zitat Berner Zeitung.

Portrait Heinz Pfister
1949 in Aarberg geboren und aufgewachsen
1966 Ausbildung zum Chemielaborant in Basel
1971 Ausbildung zum Fachlehrer
1973 Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Basel
1988 Ausbildungsleiter für die Produktionsberufe
1991 Weltreise
1994 Rückkehr mit hunderten von Ideen und Skizzen. Schritt vom Ausbildungsleiter zum freischaffenden Künstler.
Lebt und arbeitet in Busswil/BE

Mal ist er filigran und verspielt, mal plakativ und prägnant; Heinz Pfister gelingt es mit dem Skalpell aus einem Stück schwarzen Papiers eine Dreidimensionalität zu zaubern, die nicht selten auch Mehrdeutigkeit beinhaltet, hintergründig Surreales und Witziges. Auch ein Schuss Sinnlichkeit ist seinen Bildern oft beigemischt, wobei die Erotik nie plump oder obszön wirkt.

Vergleichbar ist Heinz Pfisters Art des Schaffens mit der Kunstform Op-Art. Die einfachen, klaren Formen, die durch fast schon optische Täuschung Eindrücke hervorrufen, sind in seinen Werken häufig zu finden. Er gehört zur Elite der Schweizer Papierschneider und stellt seine Werke regelmässig in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland aus.

Fragen & Antworten

Interview

Heinz Pfister wie entsteht ein Papierschnitt?
Zuerst zeichne ich das Motiv detailgenau auf, dann schneide ich mit einem Skalpell alle weissen Flächen aus dem schwarzen Papier. Der so entstandene Papierschnitt ist immer aus einem Stück es wird nichts geklebt.

Was ist der Unterschied zwischen Papier- und Scherenschnitt?
Wie das Wort Scherenschnitt schon sagt, wird mit einer Schere geschnitten wobei man das Papier häufig einmal faltet um eine Symmetrie zu erzielen. Beim Papierschnitt schneidet man mit einem Messer (Skalpell). Das Papier wird dabei höchst selten gefaltet. Viele Künstler wenden für das gleiche Werk beide Techniken an. Deshalb macht man meistens keinen Unterschied und bezeichnet beides als Scherenschnitt.

Wie sind Sie auf das Papierschneiden gekommen?
Als ich ein Buch über chinesische Papierschnitte in die Hand bekam, hat es mich gepackt. Ich habe mich mit dieser Volkskunst befasst und mir die Technik beigebracht.

Seit wann machen Sie Papierschnitte?
Angefangen habe ich 1983, seit 1994 betreibe ich das Papierschneiden professionell.

Wie lange arbeiten Sie an einem Papierschnitt?
Je nach Motiv ist das sehr unterschiedlich. Aber als Faustregel würde ich sagen im Mittel etwa 20 Stunden.